BAUKOFASSADE_ansicht_quadrat

WELLE.

Fassaden aus Beton


BTU Cottbus-Senftenberg

Lehrstuhl Entwerfen und Baukonstruktion

in Zusammenarbeit mit Kati Oettingshausen

September 2018

Der Fassadenentwurf für das neue Haupthaus des Verlages MUSTER+MANN präsentiert sich durch ein vertikales Wellenmuster, dass einer Kannelierung antiker griechischer Säulen gleicht und das Gebäude optisch in die Höhe streckt.

Die Fassade soll dem Gebäude einen monolitischen Charakter verleihen und somit sollte die Fassadenstruktur fugenlos ausgeführt sein. Ausgeschnitten aus dieser Struktur werden die eingerückten Fensterfaschen sowie die darin beherbergten Rundbogenfenster. Das Motiv des Rundbogens zeigt sich auch im zurückgesetzten Eingangs- und im Schaufensterbereich. Wir schaffen ein repräsentatives Sockelgeschoss mit großzügigen Fensteröffnungen, diese gewehren einen Einblick in das Innere des Gebäude. Im Gegensatz dazu sind die in den oberen Geschossen liegenden Büroräumlichkeiten mit doppelreihig schmalen Fenstern bestückt. Diese Fensterpaare verspringen wechselseitig je Geschoss, dadurch wird das sonst so strikte Fassadenbild aufgelockert. Durch 30 cm hohe Absätze im Sockel- und Attikabereich wird die Fassadenansicht gefasst und findet ihren Abschluss.

Der hellpigmentiertern Sichtbeton wird durch Fensterrahmen und -bänke aus Rotbuchenholz gekontert. Die außenliegende Verschattung besteht aus imprägnierten Sackleinen und kontrastiert wiederum den glatten Beton.

Die Fassade zeigt sich je nach Sonneneinstrahlung in einem anderen Bild, es wechseln sich Schatten und Lichtbereiche
ab. Die Kombination aus modernen Baustoffen und einer weitesgehend klassisch gehaltenen Formsprache geben dem Gebäude seinen unverfälschten Chrarakter und binden es in den Kontext einer urbanen Blockrandbebauung ein.