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FARBEN.

Kaira Looro Architecture Competion – Sacred Architecture – Tanaff (Senegal)
März | April 2017

„Ein spiritueller Weg, der nicht in den Alltag führt, ist ein Irrweg.“
(Pater Willigis Jäger, Benediktiner-Mönch)

Die Stadt Tanaff liegt im Senegal, in der Region Sédhiou und fasst ca. 3000 Einwohner. Tanaff benötigt ein neues religiöses Zentrum, da die Bürger bisher die umliegenden Gemeinden für die Religionsausübung nutzen müssen. Angemalte Wegsteine signalisieren die Verbindung mit dem neuen religiösen Zentrum in Tanaff, sodass es als Anker und zudem als Ort der interreligiösen Kommunikation dienen kann.

Die Erschaffung eines religiösen Zentrums wird hauptsächlich als offener Raum interpretiert, der die Kommunikation zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften fördert. Ein kreisförmiger Platz mit einem reich gestalteten Mosaik ist der zentrale Kultort.

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Eine gekrümmte Wand verleiht den Zeremonien mehr Intimität, zudem dient sie als Orientierung der Gebetsrichtungen. Aufspannbare Schirme können zum Schutz vor Sonne und Regen, in   Bodenauslassungen eingestellt werden. Durch das Aufspannen wird ein Bereich ausgeformt, der mehr Privatheit schafft.

Jede Religion benötigt einen privaten Raum um intimere Rituale durchzuführen und ihre religiösen Utensilien aufzubewahren. Zu diesem Zweck gibt es kreisförmige Module neben dem Platz, eine für jede Gemeinde von Tanaff.

Diese Module enthalten im vorderen Bereich einen kleinen offenen Raum für rituelle Zwecke und dahinter ein Büro, in dem der Geistliche mit den Gemeindemitgliedern individuell kommunizieren kann. Die beiden Bereiche sind durch einen großen Schrank getrennt. Dieser Schrank besteht aus spiegelnden Flächen, sodass der halbkreisförmige Raum sich optisch erweitert.